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  1. 🔋 Elektroauto Forum

FAQ

Mustang Mach-E

BEZEL-MenĂŒ

Das BEZEL-MenĂŒ im MME ist zur Diagnostik und Fehlersuche grundlegender Funktionen im Auto vorgesehen. Er liefert einige versteckte Informationen
Radio (AM/FM) an, Vol Down und "voriger Titel" am Lenkrad drĂŒcken und gedrĂŒckt halten

Nun solltest Du im Diagnose Modus sein.

DIY Reparatur-Basics

Wie bei jedem Computer "verschlucken" sich schon mal manche Module und der Mustang Mach-E macht seltsame, nicht nachvollziehbare Sachen. Jedes Mal bei einer Kleinigkeit die Werkstatt aufsuchen, ist fĂŒr alle Seiten sehr nervig und darĂŒber hinaus ziemlich kostspielig. Bevor man sich auf Reisen zu externer Hilfe macht, gibt es aber ein paar einfache Dinge, die man vorher selbst probieren sollte. Vielleicht hilft es ja.

  1. SYNC resetten
  2. LVB (12V-Batterie) fĂŒr 20-30 Minuten abklemmen - Dabei gehen keinerlei Daten verloren. Es mĂŒssen auch keine Wegfahrsperre neu aktiviert, oder SchlĂŒssel neu angelernt werden.
  3. OBD/F12 Auswertung
  4. BEZEL-Diagnose
  5. BMS-Reset
  6. Werksreset (ultima ratio)
SYNC-Reset

Die Vol. down (leiser)-Taste und die next Title (Pfeil nach rechts)-Taste auf dem Lenkrad gemeinsam drĂŒcken und fĂŒr mehrere Sekunden festhalten. Das Navi fĂ€hrt sich selbstĂ€ndig runter und startet neu (Bildschirm wird schwarz → Ford-Logo erscheint → Neustart).

F12-Methode und Updatehistorie

<h2>F12-Methode</h2><p><b>Bitte beachtet, dass das anscheinend momentan nicht mit dem Chrome Browser funktioniert, sondern nur mit Edge und Opera (vielleicht Safari, da besteht aber keine Testmöglichkeit).</b><br><p>

UnverĂ€ndert funktionieren tut die "F12-Methode" noch in Edge und Opera, dort allerdings nicht per F12-Taste, sondern ĂŒber das Browser-Menu, dort "O" (=Opera) drĂŒcken, dann in der ausklappenden Liste "Entwickler" anwĂ€hlen, dann "Entwicklerwerkzeuge" wĂ€hlen.
Allgemein gilt, vorher die Startseite des Ford-Accounts aufrufen, noch keine Details anwÀhlen, nur den "Entwicklerbildschirm" aufrufen, die Reiter "Network" + "Fetch/XHR" + "Prewiew" aktivieren.<br>
Wenn sich der Entwicklerbildschirm aufgebaut hat (dauert paar Sekunden) im Ford-Account-Bildschirm die Details anwÀhlen, dann erscheinen im Entwicklerbildschirm nacheinander die altbekannten EintrÀge, unter Status z.B. die ZustÀnde der 12-Volt-Batterie.
Update-Status und detaillierte Sync-Version werden nicht mehr angezeigt.</p><br><p>

Wie das Ganze vielleicht mit dem MAC funktioniert, seht Ihr hier.</p><br><p>

Die Abfrage der PU-Version funktioniert bei den meisten hier (ford.com/support) oder hier (ford.com/software).</p><br><p>

Vielen Dank an dieser Stelle an Nitram , der unermĂŒdlich Vorstehendes entwickelte und stĂ€ndig als Spezialist fĂŒr die F12-Methode hier im Forum unterwegs ist.</p>

Werksreset

Hier eine Anleitung, mit der das System aus Auto, Ford-Account und verbundener Ford-App softwareseitig komplett zurĂŒckgesetzt werden kann, sofern es anderweitig unlösbare Software-/App-Probleme gibt, am besten vorher mit FFH / Ford RĂŒcksprache halten und sonstige Ursachen ausschließen.

Entwarnung vorab: Bereits erfolgreich empfangene Updates werden dabei natĂŒrlich nicht zurĂŒckgesetzt!

Original-Anleitung Ford, Stand 2023: Master-Reset / Masterreset

Das Fahrzeug von Ihrer Ford App zu entfernen:
WÀhlen Sie dazu auf der Registerkarte Zuhause das Fahrzeug aus, das Sie entfernen möchten. Tippen Sie auf das Bild des Fahrzeugs, das Sie entfernen möchten. Tippen Sie auf die SchaltflÀche Fahrzeug entfernen. Es wird eine Meldung angezeigt, die Sie dazu auffordert, Ihre Anforderung zu bestÀtigen. Tippen Sie auf die SchaltflÀche Entfernen. Die Ford-App entfernt das Fahrzeug aus Ihrem Konto.
Den temporÀren Speicher / Cache Ihres Smartphones leeren:

Wenn Sie ein IOS- Smartphone (iPhone) haben:

  • die Ford App von Ihrem Smartphone löschen
  • den temporĂ€ren Speicher/Cache ihres Smartphones leeren (dies geschieht durch Ausschalten und Neustart Ihres Handys automatisch)
  • die App dann wieder herunterladen

Wenn Sie ein Android-Smartphone haben:

  • die Ford App von Ihrem Smartphone löschen
  • die App wieder herunterladen
  • den temporĂ€ren Speicher/Cache und Daten Löschen/Leeren
  • Öffnen Sie die Einstellungen auf Ihrem Smartphone und tippen Sie auf den Punkt "Apps" im Bereich "GerĂ€t".
  • WĂ€hlen Sie die Ford App aus
  • Tippen Sie hier auf den Punkt "Speicher"
  • DrĂŒcken Sie auf "Cache leeren", um den Zwischenspeicher der App zu löschen.


Dann, fĂŒhren Sie eine allgemeine RĂŒcksetzung an Ihrem SYNC GerĂ€t im Fahrzeug durch:

Vergewissern Sie sich, dass Ihr Fahrzeug eingeschaltet ist (ZĂŒndung EIN ohne die Bremse zu drĂŒcken).

  • Tippen Sie auf Einstellungen in der Funktionsleiste auf dem großen Bildschirm des SYNCÂź Systems.
  • Tippen Sie auf Allgemein.
  • Scrollen Sie nach unten bis zur Option Alles zurĂŒcksetzen und tippen darauf.
  • Tippen Sie in der Popup-Meldung auf Weiter.

Dadurch werden die Werkseinstellungen fĂŒr SYNCÂź und das Ford Connectℱ-Modem wiederhergestellt. Dabei werden alle vorgenommenen Änderungen, darunter alle gespeicherten Daten, die Anrufliste, SMS, gekoppelte Bluetooth-GerĂ€te, Kontaktlisten und gespeicherte Orte gelöscht.

Nachdem die RĂŒcksetzung durchgefĂŒhrt wurde, öffnen Sie den Startbildschirm fĂŒr das Fahrzeug, um es zu aktivieren.


Fahrzeug aktivieren:

Nach dem Vorgang zum HinzufĂŒgen einer VIN fordert die Ford-Appℱ Sie auf, Ihr Modem zu aktivieren. Anhand des Aktivierungsstatus, der auf der Registerkarte MobilitĂ€t angezeigt wird, können Sie ermitteln, ob Ihr Ford Connectℱ-Modem aktiviert werden muss. Wenn Sie Ihr Modem aktivieren mĂŒssen. (Wenn Sie ein iOS-Handy nutzen, muss das Handy mit einem USB-Kabel mit SYNC verbunden sein. Bei einem Android Handy erfolgt die Verbindung ĂŒber Bluetooth):

  • Tippen Sie auf die Registerkarte Zuhause.
  • WĂ€hlen Sie auf der Startseite Ihr Fahrzeug aus.
  • Tippen Sie auf Fahrzeug aktivieren
  • Die App teilt Ihnen mit, dass Sie sich zu Ihrem Fahrzeug begeben mĂŒssen.
  • Starten Sie Ihr Fahrzeug (ZĂŒndung AN mit dedrĂŒckter Bremse)
  • Auf dem Fahrzeugbildschirm wird eine Meldung eingeblendet.
  • Akzeptieren Sie die Popup-Meldung mit der AktivierungsbestĂ€tigung.
  • Die App leitet Sie zurĂŒck zum Startbildschirm fĂŒr das Fahrzeug.
  • Wenn Ihr Aktivierungsstatus "Erfolgreich" lautet, tippen Sie auf die Registerkarte Zuhause.
  • Über Ihrem Fahrzeug werden die Fahrzeugsteuerungen angezeigt.
  • Wenn Sie Ihr Fahrzeug erneut auswĂ€hlen, wird das Fernsteuerungs-Symbol neben dem Kurznamen Ihres Fahrzeugs angezeigt
  • Schalten Sie das Fahrzeug wieder aus
OBD-Dongle

Ein sehr funktioneller Dongle fĂŒr die OBD-Diagnose ist z.B. der Vgate vLinker MC+
Er ist fĂŒr alle gĂ€ngigen Hilfsprogramme, wie ABRP, Carscanner, Forscan, etc. geeignet. Sowohl fĂŒr iOS als auch Android, Bluetooth und WLAN. Nur eingeschrĂ€nkt fĂŒr FDRS und PTS (fĂŒr Modulupdates sind dann mehrere 100,- € und weitere Hardware nötig)

  • Software: Android/iOS-App CarScanner Pro ( u.a. SoH, 12V u.v.m.)
  • Verbindungssicherheit (sehr wichtig, damit sich niemand unbefugt verbinden kann). Am Dongle ist ein kleines schwarzes Knöpfchen, was zum Verbinden gedrĂŒckt werden muss.
  • Stromsparmodus durch Standby (damit man den Stecker immer gesteckt lassen kann und die Batterie nicht leergesaugt wird


    per Android Auto und Handy wird CarScanner auf dem großen Display abgespielt (alphanumerisch)

    wichtigste CarScanner-Werte erklÀrt:

  • SoH HVB; Gesundheitszustand der Hochvolt Batterie (HVB)
  • HVB Coolant Inlet; Temperatur der HVB
  • HVB Voltage Module Variation; Hier sieht man ob man evtl. defekte Einzelzellen hat
  • Exterior Temperature; Außentemperatur
  • HVB age; Alter der HV-Batterie
  • HVB SoC; LadekapazitĂ€t der HV- Batterie in %
  • Energy; LadekapazitĂ€t der HV- Batterie in kWh
  • HV EV Battery Power; Momentanverbrauch (wĂ€hrend Laden oder Regen negativ)
  • 12V battery; Spannung an der LVB (low voltage battery - 12V-Batterie)
  • 12V Battery SoC; LadekapazitĂ€t der LVB

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OTA-Updates, 12V

Aufgrund des Moduldesigns des Mach-E gibt es eine sehr hohe Stromaufnahme vom 12V-Stromkreislauf bei der DurchfĂŒhrung von OTA-Updates und der DC/DC-Wandler zum Nachladen der LVB kann nicht laufen, um die Systemspannung aufrechtzuerhalten, wĂ€hrend Updates angewendet werden. Das bedeutet, dass die 12V-Batterie (LVB) fast voll sein muss, bevor ein OTA gestartet werden kann. Wenn die LVB nicht voll genug ist, kann es sein, dass sie wĂ€hrend des Updates völlig leer wird und dazu fĂŒhrt, dass Ihr Auto nicht mehr geöffnet werden kann (Sie mĂŒssen zur Werkstatt abgeschleppt werden, oder 12V auf das Kabel hinter der Abschleppöse geben, um den Frunk zu öffnen). Bevor das OTA startet, prĂŒft das System, wie viel Energie in Ihrer 12V-Batterie enthalten ist, und entscheidet, ob sie ausreicht, um den Installations- und ggf. Deinstallationsprozess abzudecken. Wenn dies nicht der Fall ist, schlĂ€gt das OTA ohne RĂŒckmeldung fehl und versucht es spĂ€ter erneut. Der beste Zeitpunkt, um Updates anzuwenden, ist also direkt nach langem Fahren des Autos (starten Sie sie manuell).

Der andere Faktor hierbei ist, dass die Ladekurve der 12V-Batterie nicht linear ist (e-Funktion). Dies hat mit der Kinetik der Blei-SĂ€ure-Batterie und den Spannungssollwerten im Ladesystem zu tun, als Ergebnis lĂ€dt die AGM-Batterie extrem schnell bis zu etwa 80 %, dann aber sehr langsam. Es kann bis zu 6 Stunden dauern, bis der Akku von 80 % auf 95 % aufgeladen ist, daher die langen Zeiten. Einige wenige Fahrzeuge verfĂŒgen auch ĂŒber eine veraltete BCM-Software, was zu Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung angemessener 12-V-Pegel beitrĂ€gt. AbhĂ€ngig von einer Vielzahl von Bedingungen möchte das BMS den Akku möglicherweise nicht viel ĂŒber 90 % SoC hinaus laden. FĂŒr OTA werden mindestens 80% SoC der 12V-Batterie (LVB) vorausgesetzt.

Bei eventuellem externem Nachladen der Batterie ist zwingend darauf zu achten, dass niemals beide Pole der Batterie verwandt werden, sondern das externe LadegerÀt am Pluspol der Batterie und am zentralen Massepunkt der Karosse angeschlossen wird. Ansonsten wird das BMS des Autos umgangen, was den Fehler nicht beseitigt.

Module des Mach-E und deren Updates
ModulnameOver-the-Air-Programmierung möglich (Ja/Nein)Aktualisierungsmethode fĂŒr Modul
ABS -SteuergerÀtJaABA-Auslagerung
ACCMJaABA-Auslagerung
ACMNein–
APIMJaABA-Auslagerung
BCMJaLöschen und Ersetzen
BCMC [ BJB ]NeinLöschen und Ersetzen
BECMJaLöschen und Ersetzen
BECMBNein–
CCMJaABA-Auslagerung
CMR_DSMC (Fahrerkontrollkamera)JaABA-Auslagerung
DCDCJaLöschen und Ersetzen
DCMEJaLöschen und Ersetzen
DCMFJaLöschen und Ersetzen
DCMGJaLöschen und Ersetzen
DCMHJaLöschen und Ersetzen
DDMJaLöschen und Ersetzen
DSMJaLöschen und Ersetzen
DSPNeinLöschen und Ersetzen
GFM (Entriegelungsmodul – Kofferraum vorn (FTRM))JaLöschen und Ersetzen
GSMNein–
GWMJaABA-Auslagerung
HCMJaLöschen und Ersetzen
HVAC -SteuergerÀtJaABA-Auslagerung
IPCJaABA-Auslagerung
IPMA – ADASJaABA-Auslagerung
OBCCJaABA-Auslagerung
OCS -SteuergerĂ€tNein–
PACMJaLöschen und Ersetzen
PCMJaABA-Auslagerung
PDMJaLöschen und Ersetzen
PSCMJaABA-Auslagerung
RCMJaLöschen und Ersetzen
RFAJaLöschen und Ersetzen
RGTMNeinLöschen und Ersetzen
SCCMJaLöschen und Ersetzen
SOBDM (Batterielade-Steuerungsmodul [BCCM])JaLöschen und Ersetzen
SOBDMBJaABA-Auslagerung
SOBDMCJaLöschen und Ersetzen
SODCMCJaABA-Auslagerung
SODCMDJaABA-Auslagerung
SODLJaABA-Auslagerung
SODRJaABA-Auslagerung
TCUJaABA-Auslagerung
WACMNein–

Der Unterschied zwischen “ABA-Auslagerung” und “Löschen und Ersetzen” wird hier erklĂ€rt. Folgende Module werden beim MME nicht OTA upgedatet und sollten manuell per FDRS in der Werkstatt upgedatet werden:

ACM, BCMC (BJB), BECMB, DSP, GSM, OCS-SteuergerÀt, RGTM, WACM

BMS-Resetverfahren bei OTA-Problemen

Wer darauf angewiesen ist und es machen muss, sollte von einer toten 12V-Batterie ausgehen und diese austauschen (nicht dringend, aber alsbald).

DrĂŒcke die START-Taste, ohne die Bremse zu betĂ€tigen, um den ACCESSORY-Modus einzuschalten. HINWEIS: FĂŒhre die kommenden Schritte in den nĂ€chsten 10 Sekunden aus:

Fernlicht mit dem Hebel 5x betĂ€tigen, dann Bremspedal 3x drĂŒcken
das Batteriesymbol auf dem Kombiinstrument sollte 3x blinken, dann schalte das Auto aus und öffne die FahrertĂŒr

Wenn das Batteriesymbol nicht blinkt, hast Du die Schritte 2 und 3 möglicherweise zu schnell oder zu langsam ausgefĂŒhrt. Versuche es erneut mit einer Kadenz von einer Sekunde

TĂŒrcodes

An der B-SĂ€ule des Mustang Mach-E befindet sich ein PIN-Pad zur schlĂŒssellosen Bedienung. Das PIN-Pad wird zur Bedienung des Fahrzeugs mit einer Geheimzahl verwendet.

Bei jeder Aktion den persönlichen oder den werkseitigen fĂŒnfstelligen Code eingeben, dann:
+ 3-4 unlocks all doors
+ 5-6 unlocks the trunk
+ 7-8 unlocks the frunk

Die Taste mit dem Schloss-Symbol verriegelt das Auto wieder komplett. Auch verriegelt der Code 7-8 und gleichzeitig 9-0 alle TĂŒren

Signatur Àndern/erstellen

Bei spezifischen Problemen können andere Mitglieder gezielt helfen, sofern grundlegende HintergrĂŒnde zum Auto bekannt sind. So ist dort mindestens die genaue Modellvariante, die installierte SYNC-Version sowie die Softwareversion erforderlich. Die Signatur ist auf 500 Zeichen begrenzt, kann aber durch "Spoiler" mehrfach erweitert werden. Diese "Spoiler" können erweiterte Informationen (z.B. Updatehistorien) enthalten.

Signatur am PC/MAC Àndern:

  • Auf das eigene Logo oben rechts (Kontrollzentrum) klicken
  • Auf „Benutzerkonto verwalten“ klicken
  • In der linken Navigationsleiste auf „Signatur“ klicke

    Um einen einfachen Zeilensprung zu erzeugen (ohne zusĂ€tzliche Leerzeile) einfach die Shift-Taste festhalten und Enter drĂŒcken. Editorfenster wie gewohnt ausfĂŒllen und auf „Absenden“ klicken


Signatur am Handy Àndern:

  • Handy im Hochformat halten
  • Auf das eigene Logo oben rechts (Kontrollzentrum) tippen
  • Nochmals auf das eigene Logo oben links tippen
  • Oben mittig auf „Navigation anzeigen“ tippen (sehr unscheinbarer Link)
  • In der linken Navigationsleiste auf „Signatur“ tippen

    Editorfenster wie gewohnt ausfĂŒllen und auf „Absenden“ tippen

Hinweis: Die Signaturen sind generell nur im Querformat auf Handys sichtbar (außer beim ausgeklappten Z-Fold und bei Tablets. Je nach Einstellung muss zusĂ€tzlich auch der Zoomfaktor verkleinert werden).


Beispiel fĂŒr eine aussagekrĂ€ftige Signatur:

  • Modell; Erstzulassung; Produktionsdatum
  • SYNC-Version_PRODUCT Rev. XXXX; neuestes OTA-Update
  • Android oder iOS, Ford App-Version (mit oder ohne PaaK)
  • Navi Karten-Version; Navigations-Software; BlueCruise-Software und Version
  • zusĂ€tzliche Hardware, wie OBD-Dongle, Wallbox, PV
  • "Spoiler" mit der Updatehistorie
WĂ€rmepumpe (FahrzeugĂŒbergreifend, nicht MME-spezifisch)

🔧 Wie effizient ist eine WĂ€rmepumpe im Auto – im Sommer und Winter?

Grundprinzip

Eine WÀrmepumpe im Elektroauto ist kein zusÀtzliches GerÀt, sondern basiert auf dem gleichen KÀltemittelkreislauf wie die Klimaanlage. Sie ersetzt eine AirCondition zu 100%.
Der Unterschied:

  • Klimaanlage → entzieht dem Innenraum WĂ€rme und gibt sie nach außen ab (reines KĂŒhlen).
  • WĂ€rmepumpe → kann den Prozess umdrehen, also WĂ€rme von außen ins Fahrzeug pumpen (Heizen).

    Damit ersetzt sie fast vollstÀndig die klassische elektrische Heizung.


☀ Effizienz im Sommer (KĂŒhlen)

Im Sommer arbeitet die WĂ€rmepumpe praktisch wie jede Klimaanlage.
Sie hat:

  • COP (Coefficient of Performance) ≈ 2–4
    → Aus 1 kW elektrischer Energie werden 2–4 kW KĂŒhlleistung.

    Warum nicht besser?
    Weil beim KĂŒhlen die Temperaturdifferenzen zwischen Innenraum und Außenluft im VerhĂ€ltnis kleiner sind und keine „gratis“ WĂ€rme aus der Umwelt genutzt werden kann.

Kurz gesagt:
âžĄïž Im Sommer hat die WĂ€rmepumpe keine nennenswerten Vorteile gegenĂŒber einer normalen Klimaanlage.
Sie ist einfach die Klimaanlage ansich.


❄ Effizienz im Winter (Heizen)

Hier spielt sie ihre StĂ€rke aus. Im Gegensatz zu reinen elektrischen HeizwiderstĂ€nden (COP = 1, d.h. angenommen ohne Verluste) kann die WĂ€rmepumpe AußenwĂ€rme nutzen.

Typische Werte:

Temperatur > 0 °C

  • COP ≈ 2,5–3,5
    → 1 kW Strom macht bis zu 3,5 kW Heizung.

Temperatur –5 °C bis –15 °C

  • COP ≈ 1,5–2,5

Temperatur unter –20 °C

  • COP teilweise < 1,5, manche Systeme schalten ab und verwenden HeizwiderstĂ€nde.

Echter Verbrauchsvorteil:

  • Fahrstrom-Ersparnis im Winter: 20–40 %
  • Reichweitenvorteil bei EVs: oft +10–25 % gegenĂŒber Fahrzeugen ohne WĂ€rmepumpe.

🔍 Wie arbeitet eine Auto-WĂ€rmepumpe im Detail?

Der Kreislauf besteht aus:

  1. Verdichter (Kompressor)
    Komprimiert das gasförmige KĂ€ltemittel → es wird heiß.
  2. VerflĂŒssiger (Condenser)
    Gibt WĂ€rme an den Innenraum oder Akku ab → KĂ€ltemittel verflĂŒssigt sich.
  3. Expansionsventil
    Druck fĂ€llt → KĂ€ltemittel wird sehr kalt.
  4. Verdampfer
    Nimmt WĂ€rme aus Außenluft auf → KĂ€ltemittel verdampft.

Besonderheiten im Auto:

  • Viele Fahrzeuge nutzen mehrere WĂ€rmetauscher (Innenraum, Außenluft, KĂŒhlkreislauf des Akkus).
  • Moderne Systeme können WĂ€rme aus dem Motor/Antriebsstrang nutzen, was die Effizienz stark anhebt.
  • Umschaltventile ermöglichen verschiedene Betriebsmodi (Heizen, KĂŒhlen, Akkutemperierung).



❓ Ersetzt die WĂ€rmepumpe die Klimaanlage komplett?

👉 Ja – sie ersetzt sowohl Heizung als auch Klimaanlage.

Denn es ist ein einziger integrierter KĂ€ltemittelkreislauf, der:

  • im Normalbetrieb kĂŒhlt wie eine Klimaanlage,
  • im Winter die Richtung umdreht und heizt,
  • zusĂ€tzlich Akku und Antrieb temperiert.

Ein separater elektrischer Heizwiderstand existiert bei EVs dennoch als Backup:

  • fĂŒr extrem niedrige Temperaturen
  • zur Startaufheizung
  • fĂŒr schnelles Aufheizen
  • fĂŒr Defrost, wo hohe Lufttemperaturen sofort nötig sind.

đŸ§Ÿ Zusammenfassung bis hierhin

Frage

Antwort

Effizienz SommerCOP 2–4, Ă€hnlich wie Klimaanlage
Effizienz WinterCOP 1,5–3,5 (je nach Temperatur); deutlich effizienter als Widerstandsheizung
FunktionsweiseUmkehrbarer KĂ€ltemittelkreislauf; nutzt Außen- und AntriebswĂ€rme
Ersetzt sie die Klimaanlage?Ja, vollstÀndig. Eine WÀrmepumpe ist gleichzeitig die Klimaanlage.
Zusatzheizung nötig?Nur bei sehr kalten Temperaturen.



❓ Gibt es ein Mehrgewicht durch die WĂ€rmepumpe – und wie hoch ist es?

Ja, eine WĂ€rmepumpe im Elektroauto verursacht ein Mehrgewicht, aber es ist relativ gering.

Typisches Mehrgewicht

Je nach Fahrzeughersteller und System unterschiedlich:

  • ≈ 10–25 kg bei den meisten aktuellen EVs (Tesla, VW, Hyundai, BMW, Mercedes)
  • Ausreißer bis ~30 kg bei besonders komplexen Systemen mit zusĂ€tzlicher Akku-Temperierung

    Warum so wenig?
    Weil eine WÀrmepumpe keine völlig zusÀtzliche Anlage ist. Sie nutzt:
  • den existierenden Klimakompressor,
  • die bestehenden Verdampfer/VerflĂŒssiger, und
  • nur zusĂ€tzliche Umschaltventile, und
  • nur ein zweites Expansionsventil, und
  • nur zusĂ€tzliche Sensorik.

    Der grĂ¶ĂŸte Teil der Hardware ist schon in jedem Fahrzeug enthalten (KĂ€lteanlage fĂŒr die Klimatisierung).

🎯 Was ist neu bzw. zusĂ€tzlicher Ballast?

ZusÀtzliche Teile im Vergleich zu einer reinen Klimaanlage:

  • Reversier-Ventile (4-Wege-Ventil)
  • Zweites Expansionsventil
  • ZusĂ€tzliche Leitungen + Verrohrung
  • ZusĂ€tzliche Sensorik
  • Steuerlogik/Software (gewichtsneutral)
  • ggf. zweiter kleiner WĂ€rmetauscher

Daher kommt das Mehrgewicht zustande.


🧼 Ist das Gewicht relevant?

Praktisch kaum.
Ein WĂ€rmepumpensystem verursacht:

  • weniger Mehrgewicht als ein normaler AnhĂ€nger-Kupplungssatz, oder
  • weniger als ein Panoramadach, oder
  • weniger als 20 % eines großen Akkumoduls

Der Effekt auf den Energieverbrauch ist daher vernachlĂ€ssigbar, insbesondere im Vergleich zum massiven Reichweitengewinn im Winter (oft +10–25 %).


đŸ”„ Warum lohnt sich die WĂ€rmepumpe trotzdem stark?

Eine elektrische Widerstandsheizung frisst im Winter 2–7 kW Dauerleistung -> Reichweitenverlust bis zu -40 %

Eine WĂ€rmepumpe benötigt nur 0,7–2,5 kW fĂŒr die gleiche Heizleistung → das sprengt jeden Gewichtsnachteil.


💡 EinschĂ€tzung & Fazit zum Gewicht

  • Mehrgewicht der WĂ€rmepumpe beim Mach-E: Da keine konkreten Herstellerangaben vorliegen, ist eine prĂ€zise Zahl unsicher – aber es ist vernĂŒnftig anzunehmen, dass das Mehrgewicht im typischen Rahmen (10–25 kg) liegt, wie bei vergleichbaren EVs.
  • Nutzen vs. Gewicht: Der Energiegewinn (insbesondere im Winter) ĂŒberwiegt den Nachteil des Zusatzgewichts deutlich – vorausgesetzt, man nutzt das Auto auch bei KĂ€lte regelmĂ€ĂŸig.
  • Mach-E-spezifisch: Wenn du ein Modell von vor 2025 hast, hast du vermutlich keine WĂ€rmepumpe – das Ă€ndert stark das Effizienznutzen-Profil im Winter.
  • FĂŒr Kaufentscheidungen: Wenn dir Winterreichweite wichtig ist, ist eine WĂ€rmepumpe (bei neueren Modellen) ein großer Pluspunkt, selbst wenn sie ein bisschen zusĂ€tzliches Gewicht mitbringt.

Warum bei Kurzstrecken der Wirkungsgrad schlechter ist

  1. Kalte Komponenten / Thermische TrÀgheit
    Der Verdampfer, Kompressor, WĂ€rmetauscher und die Luft im Innenraum mĂŒssen erst auf Arbeitstemperatur kommen. Bis das System im thermischen Gleichgewicht ist, arbeitet die Anlage mit schlechterem COP (weniger WĂ€rme pro eingesetzter elektrischer Leistung).
  2. HĂ€ufiges An- und Abschalten / kurze Betriebsphasen
    Startphasen (Aufheizen, Enteisen, Entfeuchten) brauchen verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig viel Energie. Bei vielen kurzen Fahrten treten diese Startphasen mehrfach auf.
  3. VerhÀltnis Heizzeit zu Fahrzeit
    Auf kurzen Fahrten macht die AufwĂ€rmphase einen großen Anteil der Gesamtfahrtzeit aus — damit steigt der mittlere elektrische Energiebedarf pro km.
  4. Backup-Heizer / Widerstandsheizung
    Bei sehr niedrigen Außentemperaturen wird oft unterstĂŒtzend der elektrische Widerstand (PTC-Element) eingesetzt — das verschlechtert den Wirkungsgrad besonders auf kurzen Fahrten.
  5. Akkutemperierung / Zusatzkreise
    Akku-Temperierung kann auf Langstrecke effizient mit AbwÀrme kombiniert werden; das hilft auf langen Fahrten mehr als auf kurzen.

Numerisches Beispiel — Schritt fĂŒr Schritt (konkret, vergleichbar)

Annahmen (konservativ & typisch):

  • Heizbedarf (thermische Leistung ins Fahrzeug): 2,00 kW
  • Langstrecken-mittlerer COP der WĂ€rmepumpe: 3,00 (gute Betriebsbedingungen / nach AufwĂ€rmen)
  • Kurzstrecken-mittlerer COP (durch hĂ€ufige kalte Starts): 1,80
  • Szenario A (Langstrecke): eine Fahrt 50 km mit 100 km/h → Fahrzeit = 50km Ă· 100km/h = 0,50 h (eine halbe Stunde)
  • Szenario B (Kurzstrecken): 5 Fahrten Ă  10 km mit 30 km/h → Fahrzeit pro Fahrt = 10km Ă· 30km/h = 0,333333
 h ⇒ Gesamt = 5 × 0,333333
 = 1,666666
 h

Jetzt rechnen wir die elektrische Heizleistung (P_elec = Heizbedarf Ă· COP):

Langstrecke:

  • P_elec_long = 2,00kW Ă· 3,00 (COP) = 0,666666666periode6 kW (schreibe als 0,6667 kW)

Kurzstrecke:

  • P_elec_short = 2,00kW Ă· 1,80 (COP) = 1,1111111111periode1 kW (schreibe als 1,1111 kW)

Energiebedarf fĂŒr die Fahrzeit (E = P_elec × Zeit):

Langstrecke:

  • E_long = 0,6666666667 kW × 0,50 h = 0,33333333335 kWh
    (also ≈ 0,3333 kWh fĂŒr 50 km)

Kurzstrecke:

  • E_short = 1,1111111111 kW × 1,6666666667 h = 1,851851851825 kWh
    (also ≈ 1,8519 kWh fĂŒr zusammen 5x10km = 50 km)

Energiemenge pro km:

Langstrecke (1Wh/km = 10 kWh/100km):
0,33333333335 kWh Ă· 50 km = 0,006666666667 kWh/km = 6,67 Wh/km

Kurzstrecke:
1,851851851825 kWh Ă· 50 km = 0,0370370370365 kWh/km = 37,04 Wh/km

Ergebnis: Bei unseren Annahmen verbraucht die WĂ€rmepumpe bei vielen kurzen Fahrten etwa 5,56-mal so viel Heizenergie pro km wie auf der Langstrecke (37,04 Ă· 6,67 ≈ 5,56).


Vergleich: Sitzheizung vs. Kabinenheizung auf Kurzstrecken

Praktischer Trick: Sitzheizung ist sehr effizient fĂŒr kurze Fahrten.

Annahme Sitzheizung: 0,20 kW (200 W) pro Sitz.
Gesamtzeit Kurzstrecken (oben) = 1,6666666667 h
Energie Sitzheizung (ein Sitz, durchgÀngig):
E_seat = 0,20 kW × 1,6666666667 h = 0,33333333334 kWh ≈ 0,3333 kWh

Vergleich:

  • WĂ€rmepumpe (Kurzstrecken total) ≈ 1,8519 kWh
  • Sitzheizung ≈ 0,3333 kWh

=> Sitzheizung spart auf Kurzstrecken sehr viel Energie gegenĂŒber dem Versuch, die ganze Kabine per WĂ€rmepumpe schnell aufzuwĂ€rmen.


Praxis-Fazit & Empfehlungen

  1. Langstrecke: WĂ€rmepumpe sehr effizient — erreicht besseren COP nach kurzer AufwĂ€rmzeit. Heizenergie pro km gering — ideal fĂŒr Autobahn/Tagestouren.
  2. Mehrere kurze Fahrten: WĂ€rmepumpe pro km deutlich weniger effizient. Wenn du viele kurze Fahrten hast, ist die WĂ€rme-/Energie-Bilanz schlechter.
  3. Was du tun kannst
    • Vorheizen wĂ€hrend Laden (preconditioning): Wenn möglich, das Auto an der Steckdose vorheizen, wĂ€hrend es geladen wird — dann kommt die WĂ€rme nicht aus der Batterie. Sehr effektiv.
    • Sitz- und Lenkradheizung verwenden statt voll zu heizen, besonders bei kurzen Wegen.
    • WĂ€rmemodus/Eco-Heizung nutzen, falls vorhanden (reduziert GeblĂ€se/Temperatur, spart Energie).
    • Fahrzeug in Garage parken (wenn möglich) reduziert KĂ€lte-Start-Penalty.
    • Thermostat/Heizprofil bewusst einstellen: niedrigere Zieltemperatur + Sitzheizung oft effizienter.
  4. Außentemperatur-AbhĂ€ngigkeit: Bei sehr tiefen Temperaturen (< −15
−20 °C) sinkt der COP stark — dann hilft die WĂ€rmepumpe weniger, und Zusatzheizungen laufen öfter. Trotzdem bleibt fĂŒr mittlere KĂ€lte (0
−10 °C) der Vorteil groß — auf Langstrecke besonders. Bedeutet aber nicht, dass eine WP auf Kurzstrecken garnicht wirkt. Die Effizienz ist dort zwar auch spĂŒrbar, aber im VerhĂ€ltnis nicht so ausgeprĂ€gt.
Batterietypen (Stand 12/2025)

Die Entwicklung von Speichermedien fĂŒr die ElektromobilitĂ€t ist eine Geschichte der Optimierung von Energiedichte, Sicherheit und Kosten. Dieser Bericht stĂŒtzt sich auf aktuelle elektrochemische Standardwerke (z. B. Winter & Brodd, Chemical Reviews) sowie aktuelle Publikationen des Fraunhofer-Instituts fĂŒr System- und Innovationsforschung (ISI). Wir betrachten nicht nur die Anwendung, sondern auch die zugrunde liegende Thermodynamik und Kinetik der Systeme. WĂ€hrend im 19. Jahrhundert die schiere Machbarkeit im Vordergrund stand, wird die heutige Massenproduktion von der Balance zwischen Reichweite und RessourcenverfĂŒgbarkeit dominiert, wĂ€hrend die Forschung nach dem „Heiligen Gral“ der Feststoffbatterie strebt.



1. Die Ära der Pioniere des 19. Jahrhunderts

Lange bevor der Verbrennungsmotor dominierte, waren Elektroautos (EVs) am Ende des 19. Jahrhunderts MarkfĂŒhrer. Die Energiedichte war damals zweitrangig gegenĂŒber der grundsĂ€tzlichen ReversibilitĂ€t der chemischen Reaktion.

Der Blei-SĂ€ure-Akkumulator (Pb/PbO2)

Erfunden 1859 von Gaston Planté und 1881 durch Camille Alphonse Faure verbessert, war dies der erste industriell nutzbare wiederaufladbare Batterietyp. Er basiert auf der Disproportionierung von Blei-Spezies in SchwefelsÀure.

  • Reaktion: Pb + PbO2 + 2H2SO4 wird zu 2PbSO4 + 2H2O
  • Vorteile: Robust, sehr kostengĂŒnstig, hohe Strombelastbarkeit fĂŒr kurze Zeit (StartfĂ€higkeit)., einfache Rezyklierbarkeit (>95%).
  • Nachteile: Extrem geringe gravimetrische Energiedichte (ca. 30-40 Wh/kg), extrem schwer, enthĂ€lt giftiges Blei. Die Bildung von Bleisulfat-Kristallen bei Tiefentladung fĂŒhrt zu irreversiblem KapazitĂ€tsverlust (Sulfatierung).
  • Einsatzzweck: Erste kommerzielle EVs wie der Flocken Elektrowagen (1888) oder der Geschwindigkeitsrekordwagen La Jamais Contente (1899). Heute: nur noch als 12V-Bordnetzversorgung (Sicherheitsaspekt) oder in Nischen-Leichtfahrzeugen relevant.

Der Nickel-Eisen-Akkumulator (NiFe)

Um 1900 von Thomas Edison und Waldemar Jungner unabhÀngig entwickelt und optimiert, nutzt er einen alkalischen Elektrolyten (KOH).

  • Vorteile: Fast unzerstörbar, unempfindlich gegen Überladung und Tiefentladung, keine thermische InstabilitĂ€t ("Thermal Runaway").
  • Nachteile: Geringer Wirkungsgrad (ca. 50-60%), da beim Laden Wasser elektrolytisch zersetzt wird (Gasung), geringe Leistungsdichte, teurer als Blei.
  • Einsatzzweck: FrĂŒhe US-Lieferwagen. Heute aufgrund der WartungsintensitĂ€t (Wasser nachfĂŒllen) fast verschwunden.


Quelle: Shutterstock



2. Der heutige Massenmarkt (Lithium-Ionen-Technologie)

Der aktuelle Markt wird fast ausschließlich von Lithium-Ionen-Batterien (LIB) abgedeckt, wobei die Unterschiede in der Kathoden-Chemie liegen. Das dominierende Prinzip ist die Interkalation: Lithium-Ionen lagern sich in die Gitterstrukturen von Wirtsmaterialien ein, ohne deren Struktur dauerhaft zu zerstören.

NMC (Nickel-Mangan-Kobalt) & NCA (Nickel-Kobalt-Aluminium) (Schichtoxide)

  • Kathode: LiNixMnyCozO2 (NMC) oder LiNi0,8Co0,15Al0,05O2 (NCA).
  • Chemie: Der Trend geht zu "High-Nickel"-Zellen (z.B. NMC 811), um die Kosten fĂŒr Kobalt zu senken und die KapazitĂ€t zu erhöhen.
  • Vorteile: Höchste Energiedichte (200-280 {Wh/kg), maximale Reichweite bei geringem Gewicht, gute Kaltstarteigenschaften.
  • Nachteile: Teures und ethisch kritisches Kobalt, Risiko des „Thermal Runaway“ (Thermische InstabilitĂ€t bei BeschĂ€digung, Brandgefahr).Ab ca. 200°C setzt die Kathode Sauerstoff frei, was zur SelbstentzĂŒndung fĂŒhrt.
  • Einsatzzweck: Langstrecken-PKW, Premium-Modelle (z.B. Tesla, VW, BMW, Ford).

LFP (Lithium-Eisen-Phosphat)

  • Chemie: LiFePO4 mit Olivinstruktur. Die starke kovalente P-O-Bindung verhindert die Sauerstofffreisetzung.
  • Eigenschaften: Mittlere Energiedichte (140-170 Wh/kg), aber stark steigend durch "Cell-to-Pack"-Designs.
  • Vorteile: Enorm sicher (kaum brennbar), extrem langlebig (>3.000 Zyklen), kobaltfrei und gĂŒnstig.
  • Nachteile: Niedrigere Spannungslage (3,2V vs. 3,7V bei NMC). Die LeitfĂ€higkeit ist gering, was durch Beschichtung mit Kohlenstoff kompensiert werden muss. Schwerer als NMC, Leistungseinbußen bei extremer KĂ€lte.
  • Einsatzzweck: Standard-Range-Modelle, Massenmarkt, Einstiegsmodelle (z.B. Tesla Model 3 SR, VW ID.3 Basis, Ford), Stadtbusse., stationĂ€re Speicher.




3. Kleinserien und spezialisierte Anwendungen

Einige Batterietypen besetzen aufgrund spezifischer physikalischer Eigenschaften NischenmÀrkte.

LTO (Lithium-Titanat)

  • Anode: Li4Ti5O12 anstelle von Graphit.
  • Besonderheit: Es ist ein "Zero-Strain"-Material. Das Gitter dehnt sich beim Laden fast nicht aus.
  • Vorteile: Extrem schnelles Laden (10C-Raten, d.h. in < 10 Minuten voll), extrem langlebig (bis zu 20.000 Zyklen), arbeitet bei -30°C, sicherste Li-Chemie.
  • Nachteile: Sehr teuer, sehr geringe Energiedichte (ca. 70-100 Wh/kg).
  • Einsatzzweck: Prototypen-Schnellladebusse im ÖPNV (Gelegenheitsladen an Haltestellen (Opportunity Charging)), Hybrid-FĂ€hren, schwere Industriemaschinen.

4. Die chemische SchlĂŒsselkomponente: Die SEI-Schicht

Ein kritischer Punkt bei allen Li-Ionen-Batterien ist die Bildung der Solid Electrolyte Interphase (SEI). Da der Elektrolyt außerhalb des thermodynamischen StabilitĂ€tsfensters arbeitet, zersetzt er sich beim ersten Laden an der Anode.

  • Prozess: Es bildet sich eine passivierende Schicht aus Li2CO3 und organischen Polymeren.
  • Bedeutung: Eine stabile SEI ist entscheidend fĂŒr die Lebensdauer. Ist sie instabil, verbraucht die Zelle kontinuierlich Lithium ("Capacity Fade").




5. Die Zukunft (Forschung & Pilotphasen)

In wissenschaftlichen Laboren und ersten Pilotanlagen wird an Technologien gearbeitet, die die Grenzen von Reichweite und Kosten verschieben.

Die Natrium-Ionen-Batterie (Na-Ion)

Physikalisch Ă€hnlich wie Li-Ion, aber Na+ ist grĂ¶ĂŸer (1,02 Å vs. 0,76 Å) und schwerer.

  • Konzept: Nutzt das reichlich vorhandene Natrium (Salz) statt des knappen Lithiums.
  • Status: Übergang von Prototyp zur Massenproduktion (erste Kleinwagen in Serie in China seit 2024, z.B. BYD Seagull/Yiwei).
  • Vorteile: Natrium ist ĂŒberall verfĂŒgbar (Kochsalz). Aluminium kann als Anodenstromabnehmer statt teurem Kupfer genutzt werden.
  • Potenzial: Fast so gĂŒnstig wie Blei-SĂ€ure, aber Leistungsklasse von LFP. Ideal fĂŒr gĂŒnstige Stadtautos (< 20.000 €).
  • Herausforderung: Graphit kann Natrium nicht gut aufnehmen. Es mĂŒssen spezielle "Hard Carbons" (ungeordnete Kohlenstoffe) entwickelt werden.

Die Feststoffbatterie (All-Solid-State Battery - (A)SSB)

Hier wird der flĂŒssige, brennbare Elektrolyt durch eine feste Keramik oder ein Polymer ersetzt.

  • Status: Intensive Forschung (Toyota, QuantumScape, Samsung SDI). Probleme bereiten die GrenzschichtwiderstĂ€nde: Fest-zu-Fest-Kontakte ĂŒbertragen Ionen schlechter als Fest-zu-FlĂŒssig-Kontakte.
  • Potenzial: Ermöglicht die Nutzung einer Lithium-Metall-Anode, was die Energiedichte auf >400 Wh/kg katapultieren wĂŒrde, Ladezeiten von 10 Minuten, absolute Brandsicherheit. Massenmarkt erwartet ab ca. 2028–2030.
  • Einsatzzweck: ZukĂŒnftiges High-End-Segment (ab ca. 2028).

Lithium-Schwefel (Li-S)

  • Potenzial: Extrem leicht, theoretische Energiedichte von >500 Wh/kg, Schwefel ist Abfallprodukt und billig..
  • Konzept: Schwefel als Kathode, Lithium-Metall als Anode.
  • Problem: Der "Polysulfid-Shuttle". Schwefel löst sich im Elektrolyten auf und wandert zur Anode, was die Zelle in wenigen Zyklen zerstört. Die Zyklenlebensdauer (Shuttle-Effekt) ist extrem gering.
  • Status: Grundlagenforschung / Luftfahrt-Prototypen (HALE-Drohnen), wo Gewicht kritischer ist als Lebensdauer.


Quelle: Shutterstock



Technischer Vergleich der Parameter / Zusammenfassung der Kennzahlen

TypEnergiedichte (Wh/kg)ZyklenfestigkeitSicherheitHauptvorteil
Blei-SĂ€ure35NiedrigMittelBillig / Historisch
NMC/NCA250MittelModeratHohe Reichweite
LFP160HochHochLanglebig / Sicher
LTO90Sehr HochSehr HochExtremes Schnellladen
Na-Ion150MittelHochUnabhÀngig von Lithium
Feststoff400+HochSehr HochZukunftshoffnung


Wissenschaftliches Fazit: Wissenschaftliche Studien des Fraunhofer ISI und Veröffentlichungen in Nature Energy zeigen deutlich, dass wir uns in einer Diversifizierungsphase befinden: Es wird nicht mehr "die eine" Batterie geben, sondern LFP/Na-Ion fĂŒr den gĂŒnstigen Massenmarkt und NMC/Solid-State fĂŒr das Premium-Segment. Die Batterieforschung hat sich von der Suche nach einem Material hin zum Interface-Engineering bewegt. Die Kontrolle der Grenzschichten (SEI bei FlĂŒssig-Elektrolyten, Fest-Fest-Kontakt bei SSB) entscheidet heute ĂŒber Marktreife oder Laborstadium.

Range Extender

Der Range Extender: Die „Powerbank“ fĂŒr dein Elektroauto

Stell dir vor, du bist mit deinem E-Auto unterwegs und der Akku wird leer – aber statt stehen zu bleiben, fĂ€hrst du einfach weiter. Genau das ermöglicht ein Range Extender (auf Deutsch: ReichweitenverlĂ€ngerer). Er ist wie ein eingebautes Notstromaggregat fĂŒr dein Auto.

Wie funktioniert das? (Ganz ohne Technik-Chinesisch)

In einem Auto mit Range Extender steckt zwar ein kleiner Benzinmotor, aber dieser funktioniert anders als bei einem normalen Auto oder einem Hybrid:

  • Er treibt niemals die RĂ€der an: Der Benzinmotor hat keine mechanische Verbindung zu den Achsen.
  • Er ist ein Generator: Seine einzige Aufgabe ist es, Strom zu produzieren.
  • Die Arbeitsteilung: Das Auto fĂ€hrt immer mit Strom. Wenn die Batterie fast leer ist, springt der kleine Motor an, erzeugt Strom und schickt diesen direkt an den Elektromotor oder lĂ€dt den Akku ein wenig nach.

Der Vergleich: Es ist, als hĂ€ttest du beim Wandern eine Powerbank fĂŒr dein Handy dabei. Das Handy lĂ€uft weiterhin mit seinem Akku, aber die Powerbank sorgt dafĂŒr, dass ihm der Saft nicht ausgeht.




Warum ist das besser als ein normaler Hybrid?

Viele verwechseln das mit einem Plug-in-Hybrid. Hier ist der Hauptunterschied:

  1. Das FahrgefĂŒhl: Da immer der Elektromotor schiebt, hast du immer die volle, direkte Beschleunigung eines E-Autos – kein Ruckeln beim Gangwechsel, kein lautes Aufheulen des Motors beim Gasgeben.
  2. Einfacherer Aufbau: Da der Verbrenner nicht die RĂ€der antreiben muss, spart man sich komplizierte Getriebe. Das macht das System theoretisch leichter und gĂŒnstiger.




Die Vorteile auf einen Blick

  • Keine Reichweitenangst: Du musst keine Angst haben, an einer defekten LadesĂ€ule zu stranden. Notfalls tankst du einfach ein paar Liter Benzin an einer normalen Tankstelle.
  • GĂŒnstigerer Preis: Da man fĂŒr den Notfall den Sprit-Motor hat, kann die schwere und teure Batterie im Auto etwas kleiner ausfallen. Das spart Geld beim Kauf und Gewicht beim Fahren.
  • Ideal fĂŒr Reisen: Im Alltag fĂ€hrst du rein elektrisch und gĂŒnstig. Nur auf der Urlaubsreise hilft der Range Extender aus.




Warum hört man erst jetzt wieder davon?

FrĂŒher gab es Modelle wie den BMW i3, doch dann konzentrierten sich die Hersteller auf riesige Batterien. Aber:

  • Boom in China: Dort sind diese Autos extrem beliebt, weil das Land riesig ist und es nicht ĂŒberall in lĂ€ndlichen Gegenden LadesĂ€ulen gibt.
  • Neue Technik aus Deutschland: Die Firma ZF hat ein neues System entwickelt, das fast 700 Kilometer zusĂ€tzlicher Reichweite ermöglicht. Das ist fast doppelt so viel wie bei vielen heutigen E-Autos.

Das Fazit

Der Range Extender ist die perfekte „BrĂŒcke“. Er bietet das lautlose, moderne FahrgefĂŒhl eines Elektroautos, nimmt dir aber die Sorge, jemals mit leerem Akku liegen zu bleiben.

Haussteuerung per ioBroker

Vor Kurzem gab es Neues bei Github. Nach langer Durststrecke ist es jetzt endlich wieder soweit:
Ford hat seinen Developer Adapter wieder aktiviert und prompt gibt es wieder einen funktionierenden Fordadapter fĂŒr ioBroker.
TA2k/ioBroker.ford: ioBroker Adapter for FordPass

Jetzt kann man endlich wieder auf die Daten des Autos zurĂŒckgreifen, um z.B. seine Wallbox abhĂ€ngig von Zeit und PV-Ertrag zu steuern. Auch werden wieder sehr interessante Erkenntnisse offengelegt und man kann UnregelmĂ€ĂŸigkeiten feststellen, die OTA-Updates verhindern, z.B. den SoC der LVB.


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