Bei meiner Recherche bezüglich meines first EV's bin ich auf folgenden Widerspruch gestoßen:
Einerseits heisst es, EVs sind ja so pflegeleicht, da kann viel weniger kaputtgehen als bei einem Stromer, weniger Teile die zu überprüfen sind, somit billiger in der Wartung.
Und dann knüpfen aber etliche Hersteller ihre (immerhin oft sehr langfristigen) Garantien an die penible Einhaltung eines anachronistisch wirkenden Wartungsplans. Inspektionsintervalle 12 Monate oder 15000km. Was soll das?
(An dieser Stelle kleiner Shoutout an VW&Co, die nur 24 Monate ohne km-Limit ansetzen. Das zeigt also, dass es geht.)
Damit nicht genug, schreibt dieser Wartungsplan offenbar je nach Hersteller oft komplett unsinnige Arbeiten vor: 12V-Batterie Austausch nach n Jahren statt einfach wenn sie kaputt ist. Bremsflüssigkeitswechsel alle 2 Jahre. ALLE ZWEI JAHRE! Was soll dieser Schwachsinn? Ich hatte mal ein Auto 18 Jahre lang und da ist in all der Zeit vielleicht EINMAL die BreFlü gewechselt worden! Ich bin Motorradfahrer und selbst bei Mopeds verlangt niemand öfter als alle 3 Jahre den Wechsel - und da reden wir von ganz anderen Belastungen.
Ich kann mir das nur so erklären, dass das halt Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für die Vertragswerkstätten sind. Wenn sie nur das tun dürften, was auch getan werden muss, hätten sie ja gar nichts mehr zu tun. Also werden von den Herstellern irgendwelche Phantasie-Wartungsintervalle gesetzt, die mit realer Notwendigkeit rein gar nichts zu tun haben, Hauptsache die Werkstatt kann dem Halter eine fette KD-Rechnung präsentieren.
Muss sagen, das ärgert mich schon ziemlich, und vergällt mir ein wenig den Appetit auf einen Wagen mit Garantie. Weil ich da den Eindruck gewinne, das Garantieversprechen wird mir nur wie eine Karotte vor die Nase gehalten, damit ich auch schön brav meinen Wagen jedes Jahr in die Werkstatt stelle und unnötige Arbeiten daran bezahle. ![]()
Wie seht ihr das?