BYD hat angekündigt, seine neue Flash-Charging-Technologie im Rahmen des europäischen Ausbaus bereits 2026 nach Europa zu bringen. Ein Teil der geplanten Ultra-Schnellladestationen soll auch in Deutschland entstehen. Die neuen Ladepunkte sollen Ladeleistungen von bis zu 1.500 kW ermöglichen.
Gleichzeitig strebt BYD für eigene Kunden einen Ladetarif von unter 60 Cent pro kWh an.
Aktuell gibt es erst ein Fahrzeug, das diese Ladeleistung überhaupt nutzen kann: den neu vorgestellten Denza Z9 GT, ein Oberklassemodell der BYD-Tochtermarke Denza, das demnächst auch in Deutschland angeboten werden soll.
Laut BYD kann der 122,49-kWh-LFP-Akku des Denza Z9 GT mit der Flash-Charging-Technologie in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent und in neun Minuten von 10 auf 97 Prozent geladen werden. Selbst bei Temperaturen von -30 °C soll der Ladevorgang von 20 auf 97 Prozent lediglich zwölf Minuten dauern.
Die Ausbaupläne sind ebenfalls ambitioniert: Bis Ende 2027 möchte BYD europaweit rund 3.000 eigene Flash-Charging-Standorte errichten.
Zusätzlich lockt der Hersteller mit einem Einführungsangebot: Käufer eines Denza Z9 GT erhalten 18 Monate kostenloses Flash-Charging, sofern das Fahrzeug bis September 2026 bestellt wird.
Um eine Ladeleistung von bis zu 1.500 kW bereitstellen zu können, soll jede Flash-Charging-Station mit einem Energiespeicher kombiniert werden. Dieser wird kontinuierlich mit geringerer Leistung aus dem Stromnetz geladen und fungiert als Puffer. Bei einem Ladevorgang kann der Speicher die benötigte Spitzenleistung kurzfristig bereitstellen, ohne das Stromnetz stark zu belasten.